Bonn – Weitere Empfehlungen

Für die Erkundung „Bonn auf eigene Faust“ empfehlen wir:

Altes Rathaus

Für das prachtvolle Haus im Stil des Rokoko, das in den Jahren 1737 und 1738 erbaut wurde, zeichnete Hofbaumeister Michel Leveilly verantwortlich. Am 12. Oktober 1794, vier Tage nach der Einnahme der Stadt durch französische Revolutionstruppen, wurde vor dem Rathaus ein „Freiheitsbaum“ errichtet – mit Jakobinermütze und Trikolore geschmückt. Und auch in Zusammenhang mit der März revolution spielte das Alte Rathaus eine Rolle: Am 20. März 1848 endete ein Festumzug auf der Rathaustreppe. Gottfried Kinkel hielt eine begeisternde Rede mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne in der Hand. 

Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle, US-Präsident J.F. Kennedy und der sowjetische Staats- und Parteichef Michael Gorbatschow, um nur drei von vielen Persönlichkeiten aus aller Welt zu nennen, trugen sich während ihrer Staatsbesuche in Deutschland im Alten Rathaus in das Goldene Buch der Stadt ein. 


Bonner Münster

Das Münster verbindet romanische und gotische Stilelemente und stellt ein bedeutendes Denkmal rheinischer Kirchenbaukunst dar. Seit dem 13. Jahrhundert, als die Bonner die Münsterbasilika in ihr Stadtsiegel aufnahmen, ist sie das Wahrzeichen der Stadt Bonn. Der rund 900 Jahre alte Kreuzgang ist der am vollständigsten erhaltene romanische Kreuzgang nördlich der Alpen. Eine Besonderheit ist die Galerie im Obergeschoss des Südflügels. Eine solche so genannte Zwerchgalerie gab es nur in der romanischen Baukunst Deutschlands und Italiens. Im Ostflügel liegt neben dem Querhaus die Cyriakus-Kapelle. 

Seit 2002 liegen auf dem Martinsplatz am Bonner Münster die Skulpturen-Köpfe der Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius. Die Soldaten der Thebäischen Legion kamen im 3. Jahrhundert bei einer Christenverfolgung ums Leben. Das Kunstwerk soll an die Art des Martyriums erinnern, da die beiden Stadtheiligen enthauptet wurden. Ihre Reliquien ruhen nur wenige Meter entfernt in der Krypta des Münsters. 


Kurfürstliches Schloss / Hauptgebäude der Universität Bonn

Der Wittelsbacher Ernst von Bayern ernannte Bonn 1597 offiziell zur Haupt- und Residenzstadt Kurkölns. Nachdem die Residenz fast ein Jahrhundert später bei der Belagerung von Bonn weitestgehend zerstört worden war, schuf Kurfürst Joseph Clemens von Bayern das Fundament für einen großen Neubau als Vierflügelanlage. 1777 wurde der Hauptteil des Gebäudes jedoch durch einen schweren Brand zerstört. Danach wurde lediglich der Hofgartenflügel mit den beiden Ecktürmen wiederaufgebaut. 

Nach dem Wiener Kongress 1815 wählte der preußische König Friedrich Wilhelm III. Bonn als Standort für eine neue Universität. Am 18. Oktober 1818 wurde die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität gegründet – das ehemalige kurfürstliche Schloss sollte als ihr Hauptgebäude dienen. Durch die Universität gewann die Stadt Bonn stetig an Reichtum und Einfluss. 

Das historische Gebäude beherbergt heute viele Geisteswissenschaften und die theologischen Fakultäten der Universität Bonn. 


Sterntor

Das Sterntor am Rande des Bottlerplatzes erinnert an die mittelalterliche Bonner Stadtbefestigung. Es besteht aus Resten der alten Stadtmauer und lässt die Betrachterinnen und Betrachter ahnen, wie mächtig die Stadtbefestigung im Mittelalter gewesen sein muss. Das originale Sterntor aus dem 13. Jahrhundert stand einige Meter von seinem jetzigen Standort entfernt am Ende der Sternstraße. Heute ist das Sterntor beliebter Treffpunkt und Fotokulisse in der Bonner Innenstadt. 


Godesburg

Seit acht Jahrhunderten überragt die Godesburg, genauer ihr 39 Meter hoher Bergfried, das Rheintal. 1210 begann der Bau der Godesburg, der Kölner Erzbischof Dietrich I. von Hengebach legte den Grundstein. Die großzügige Festung war bald einer der bevorzugten Sitze der Kölner Kurfürsten. Zerstört wurde die Godesburg 1583 im Truchsessischen Krieg. Erzbischof Gebhard Truchsess zu Waldenburg war zum protestantischen Glauben übergetreten und vom Papst abgesetzt worden. Der Nachfolger Ernst von Bayern versuchte sich mit Hilfe von Truppen Zutritt zu seinem neuen Territorium zu verschaffen. 1500 Pfund Pulver ließen von der Burganlage nur Reste und den Bergfried übrig. 1891 schenkte Kaiser Wilhelm II. die Ruine der Gemeinde Godesberg, die 1896 eine Gaststätte im historisierenden Stil einrichtete. 1960 entstand nach den Plänen von Gottfried Böhm ein Hotel und das heute noch bestehende Restaurant. 2006 sanierte die Stadt Bonn den Bergfried, eine kleine Dauerausstellung informiert über die Geschichte der Burg. 


Poppelsdorfer Schloss / Poppelsdorfer Allee

Das Poppelsdorfer Schloss, 1715 in Auftrag gegeben, wurde 1740 fertig gestellt und sollte als ländlicher Rückzugsort für Kurfürst Joseph Clemens dienen. Daher erhielt es den Beinamen „Clemensruhe“. Zwischen dem einstigen kurfürstlichen Apartment im kurfürstlichen Schloss und dem Poppelsdorfer Schloss verläuft eine Sichtachse, verbunden sind die beiden Gebäude durch die Poppelsdorfer Allee. Sie diente im 18. Jahrhundert als Promenade für den Hof und die Bonner Bürger und war kein öffentlicher Verkehrsweg. Ab dem 19. Jahrhundert wurde sie mehr und mehr zur attraktiven Wohnadresse. Ursprünglich als Grünachse gedacht, die die freie Landschaft gliedert, ist sie heute Freiraum innerhalb urbaner Bebauung. 

Heute sind im Poppelsdorfer Schloss die mineralogische Sammlung der Universität Bonn sowie naturwissenschaftliche Einrichtungen wie Teile des Steinmann-Instituts für Geologie, Mineralogie und Paläontologie, das Institut für Zoologie und das Institut für Molekulare Physiologie und Entwicklungsbiologie ansässig. 


Museumsmeile: Ein Kulturensemble der Extraklasse

Allen voran ist die Bonner Museumsmeile Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturinteressierte aus aller Welt. An der B 9, der Bonner Magistrale, finden sich das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig, das Haus der Geschichte, das Kunstmuseum Bonn, die Bundeskunsthalle und etwas weiter entfernt das Deutsche Museum Bonn. Sie bilden ein Kulturensemble besonderer Güte und verzeichnen jährlich rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher. 


Kunst im öffentlichen Raum

1989 hat der Rat der Stadt Bonn ein Konzept über die künstlerische Ausgestaltung des öffentlichen Raumes beschlossen. Dabei wurden öffentliche Bereiche festgelegt, die langfristig in Frage kommen. Das Rheinufer vor dem ehemaligen Bundestag ziert beispielsweise die Skulptur „L´Allumé“ von Mark di Suvero. Das signalrote Kunstwerk weist übrigens in Richtung Berlin. 

Einige weitere Beispiele: Kunstwerke im Bundesviertel, u. a. „Large two forms“ von Henry Moore // Skulpturen am Stadthaus, z. B. „Chronos15“ von Nicolas Schöffer // Skulptur am Potsdamer Platz: „Standortmitte“ von Lutz Fritsch // Außenplastik vor dem Kunstmuseum: „In Seven Days Time“ von Katharina Grosse // Stahlplastik vor dem Bonner Münster: „De Musica IV“ von Eduardo Chillida // Skulpturen „Mercurius“ am Post Tower und „Hommage an Beethoven“(Stadtgarten) von Markus Lüpertz // Skulptur auf dem Remigiusplatz: „Mean Average“ von Anthony Cragg // Skulptur im Hofgarten: „Hommage an Macke“ von Stephan Balkenhol 


Weg der Demokratie

Der „Weg der Demokratie“ besteht aus beschilderten Stationen an zeithistorischen Orten im ehemaligen Regierungsviertel in Bonn. Der Rundgang beginnt am Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und führt in knapp zwei Stunden an historisch bedeutsamen Stationen vorbei. www.wegderdemokratie.de 


Historische Friedhöfe

Historische Friedhöfe 

Der Alte Friedhof zählt zu den bedeutendsten Friedhöfen Deutschlands. Nicht nur die Grabstätten zeitgeschichtlich interessanter Persönlichkeiten faszinieren. Der drei Hektar große „Alte Friedhof“ ist eines der wichtigsten Kulturdenkmäler Bonns. Im Zentrum gelegen wirkt er, von einer Mauer umgeben, im Lärm der umgebenden Straßen wie eine „grüne Insel“. Als zweitgrößte Grünanlage der Bonner Innenstadt ist er auch für Pflanzen und Tiere ein Refugium. Besucherinnen und Besucher können sich auch von einer Smartphone-App über den Alten Friedhof führen lassen. 

Der Burgfriedhof in Bad Godesberg wurde um 1804 unterhalb der Michaelskapelle auf dem Burgberg angelegt, wo bereits seit dem frühen 18. Jahrhundert ein jüdischer Friedhof entstanden war. Der Friedhof wurde mehrmals terrassenförmig erweitert; heute steht der Burgfriedhof als Baudenkmal unter Denkmalschutz. 


Online-Rundgänge durch die Stadt

Eine Alternative zur Stadtführung ermöglicht das Internet. Die Gästeführerinnen und Gästeführer der Bonn- Information stellen Ihnen einige ausgewählte Touren anhand von Fotos und kurzen Videos vor. 

 

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